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ÖAG

Der heurige Jahresausflug hat uns an den Attersee und anschließend in das imposante Brotmuseum in Asten bei Linz geführt. Der Wetterbericht stimmte uns zuversichtlich, dass sich der am Morgen noch trübe Himmel lichten und die leichten Tropfen unseren Plan nicht beeinträchtigen werden. Und wir hatten Recht. Bei Ankunft in Stockwinkel, wo wir in das Attersee Schiff einstiegen, verdampften die letzten Regentropfen und ein strahlender Tag mit frischer Luft machte uns große Freude. Während der einstündigen entspannenden Bootsfahrt konnten wir die vielen wunderbaren Villen am Seeufer bewundern, die Eigentümer wurden uns jedoch aus Datenschutzgründen nicht verraten.

Der Besuch des Komponierhäuschens von Gustav Mahler führte uns an das Seeufer bei Steinbach, wo gerade eine Tauchschule aktiv war. Man kann sich vorstellen, dass Mahler hier die Ruhe und Inspiration fand, um seine großartigen Symphonien zu komponieren. Jener Zeit stand es noch idyllisch allein auf weiter Flur.

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Das Mittagessen im Restaurant Bramosen nahe Steinbach genossen wir insbesondere wegen der schönen Aussicht, das Essen selbst muss aber eher als mittelmäßig bezeichnet werden. Der Großteil der Gruppe machte einen Spaziergang, während sich ein kleiner Rest auf der Terrasse eingehenden Diskussionen widmete. Nicht zuletzt war Präsident Trump ein heißes Thema, seine Politik ist und bleibt Stein des Anstoßes.

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Etwas verspätet erreichten wir das PANEUM, das Museum des Erfinders des Kornspitzes (Backaldrin) Peter Augendoplers, wo uns ein Kurzfilm und eine äußerst interessante Führung durch die Welt des Brotes erwartete. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, welche Sammlerleidenschaft hinter dem gelernten Bäcker steckt. An die 1200 Objekte aus aller Welt – alle in irgendeinem Bezug zum Brot und dem Bäckerhandwerk – in hervorragender Qualität und von unschätzbarem Wert, zogen uns in den Bann. Von originalen ägyptischen Brotmumien, über mittelalterliche Zunftinsignien der Bäcker, den Mitteln der Strafjustiz bei Vergehen der Bäcker wegen zu kleiner Brotstrutzen, zahllosen Figuren aus feinstem Meissner Porzellan, Mühlsteinen zum Mahlen von Brotgetreide aus dem arabischen Raum bis Gegenständen des laufenden Jahrhunderts, ist alles nur Erdenkliche zu finden. Dabei soll es sich hierbei nur um einen Bruchteil der Sammlung von Peter Augendoppler handeln.

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Dieser historisch unvorstellbar wertvolle Inhalt wird getragen in einer „Wolke“, konstruiert durch den renommierten Architekten Wolf D. Prix von Coop Himmelblau. Auch diese „Hülle“ ist eine Reverenz des weltberühmten Architekten an den Sammler, der all seine Künste in die Kreation einer angemessenen Herberge für die Sammlung Augendoples einsetzte. Eine wahrhaft gelungene Symbiose.

Ein Besuch kann nur empfohlen werden!

Maria Ganauser

„Klein Amerika“ – Die USFA Wohnhaussiedlung General-Keyes-Straße in Salzburg

Mit der vor kurzem erfolgten Unterschutzstellung von Bauten wie der USFA Wohnhaussiedlung General-Keyes-Straße geht es weniger um die künstlerischen Qualitäten sondern darum, Orte zu identifizieren, die für die Erinnerung innerhalb unserer Gesellschaft maßgeblich sind - die Zeugnis über eine bestimmte Zeit geben. Die Salzburgerinnen und Salzburger können hier Erinnerungen an eine bestimmte Phase ihrer jüngeren Zeitgeschichte pflegen und dabei eine weitere Facette der Identität ihrer Stadt entdecken. Künftige Generationen finden hier Informationen zu ihrer Vergangenheit.

4. Mai 1945: um 11.30 überquert ein Panzer der 3. Infanteriedivision der 7. US-Armee die Salzburger Staatsbrücke. Der 2. Weltkrieg ist für Stadt und Land Salzburg beendet, die 10-Jährige Besatzungszeit beginnt. Noch am 4. Mai 1945 beschlagnahmen die amerikanischen Truppen Häuser und Wohnungen. Für die Stadt Salzburg bedeutet das den Start einer langjährigen Phase akuter Wohnungsnot. Als erste Maßnahme zur Linderung dieser Wohnungsnot soll das im Sommer 1945 gegründete „billeting office“ die Beschlagnahmungen besser ordnen. Ende 1947 lebt immer noch ein Viertel der Salzburger Bevölkerung zur Untermiete, beziehungsweise hat jeder zweite Haushalt Untermieter. Im Dezember 1948 lassen die United States Forces in Austria – USFA - verlautbaren, von rund 5200 bombengeschädigten Wohnungen seien bereits 3200 wieder aufgebaut, 96 beschlagnahmte Wohnhäuser und 12 Hotels wieder freigegeben. Dennoch, die Wohnungsnot bleibt brisant und wird durch den Bedarf an Unterkünften für die amerikanische Besatzungsmacht noch verschärft.

Mit dem Spatenstich am 7. April 1950 für die ersten Gebäude der insgesamt geplanten 20 Wohnblöcke der Wohnhaussiedlung General-Keyes-Straße, benannt nach dem Kommandeur des II. US-Corps im Zweiten Weltkrieg und anschließenden Hochkommissars in Österreich, soll nun für die amerikanischen Offiziersfamilien Wohnraum geschaffen werden. Auf den Tag genau sechs Monate nach dem Spatenstich, am Samstag den 7. Oktober 1950 ist das erste der insgesamt 20 Wohnhäuser fertiggestellt. Im September 1951 folgt die endgültige Fertigstellung der Wohnhaussiedlung.

Die Siedlung steht in starkem Kontrast zur lokalen Architekturtradition. Mehr Grün, mehr Raum, der Verzicht auf Blockrandverbauung zugunsten offener Bauweise, geschwungene Verkehrs- und Gehwege sowie bemerkenswert viele Parkplätze zeichnen die Siedlung sowohl 1951 als auch in der Gegenwart aus. Obwohl standardisiert zeugen die Grundrisse trotzdem von einer in Österreich im Siedlungsbau bis dato kaum bekannten Großzügigkeit. Die Grundrissflächen machen pro Wohnung rund 130 m² bis 104m² aus, der dritte Standardgrundriss verfügt über „nur“ 84m². Kaum ein Zimmer hatte also unter 20m². Die Wohnungen verfügen alle über Einbauküche mit Abwasch und Kühlschrank, die Bäder sind standardmäßig mit Spiegelschrank, Handtuchhalter, Zahnputzbecher und –halterung, Einbauschränken und Badewanne ausgestattet. Die Zimmer besitzen ebenfalls von Beginn an Einbauschränke. Gemeinsam mit einer Tankstelle an der Einfahrt zur Siedlung, einer KFZ-Werkstätte und zwei Kaufhäusern - PX-Stores -, bildet die Siedlung in den 50ern eine Stadt in der Stadt aus - von der Salzburger Bevölkerung bis heute „Klein Amerika“ genannt.

Dass die Siedlung bis heute in der öffentlichen Wahrnehmung präsent ist, liegt auch an den vielen Bedeutungsebenen, die ihr innewohnen. Sie dokumentiert etwa jenes Vierteljahrhundert vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Beginn der siebziger Jahre, in der die Stadt Salzburg wahrscheinlich die stärksten räumlichen Veränderungen ihrer Entwicklungsgeschichte erfuhr. Gleichzeitig stehen die Wohnhäuser für die Zeit der österreichischen Besatzung von 1945 bis 1955, einem nicht unwesentlichen Abschnitt in der Zeitgeschichte der Zweiten Republik. Die Wohnhaussiedlung in der General-Keyes-Straße erinnert zudem an das European Recovery Programm, im Rahmen dessen die Gelder des Marshall-Planes Land und Stadt Salzburg überdurchschnittliche Wachstumsraten bescherten und zur dynamischsten Wirtschaftsregion dieser Zeit werden ließen. Mit dem Bau der Siedlung kurbelte man die lokale Wirtschaft an. Zugleich steht „Klein Amerika“ für den Import von Wohnkultur. Die Ausstattung der Wohnungen mit Zentralheizungssystemen, Heißwasserspeicher, Innenklosetts und Einbaumöbeln erzeugte einen Technologieschub und half mit, den Wohnstandard im öffentlichen Wohnbau zu heben.

Derzeit erfolgt am Gelände der Anlage eine maßvolle Nachverdichtung, die gerade wegen der Großzügigkeit möglich ist. Parallel dazu werden in einer ersten Bauetappe die Wohnhäuser sensibel modernisiert, etwa indem ein Lift ein- und die großzügigen Dachgeschosse ausgebaut werden. Eine vom Liegenschaftseigentümer zur Verfügung gestellte Wohnung wird im Zuge dessen zu einer Museumswohnung, da sich in ihr Bad, Küche, Türen bis hin zu Einbauschränken und Lampen die Erbauungszeit am umfassendsten überliefert.

Quelle/Textautor: Bundesdenkmalamt, Abteilung für Salzburg.

Luftbild: Salzburger Landesarchiv.

Einladung: Einladung zu Klein Amerika.pdf

Steve Hubler, Acting Deputy Chief of Mission (Stellvertretender Geschäftsträger) der US Botschaft legte in seinem einstündigen Vortrag dar, vor welchen Herausforderungen die US Außenpolitik täglich stehe. Er nannte fünf Schwerpunkte, mit denen Außenminister Rex Tillerson täglich konfrontiert sei:

  1. Nordkorea und die laufenden Raketenversuche und die potentielle Atomgefahr aus diesem Land stehen dabei an vorderster Front.
  2. Die Bekämpfung von ISIS im Irak und Syrien; Afghanistan
  3. Venezuela, Cuba (die Lage dort hat sich nach der Öffnung der diplomatischen Vertretung wieder verschlechtert)
  4. China, Indien, Iran
  5. Russland

Amerika stehe zu seinen Bündnissen, wie der Nato und den internationalen Verträgen und Abkommen. Ohne Abstriche. Die USA erwarten jedoch, dass sich die Bündnispartner mehr als bisher an den Kosten beteiligen. 2 % des BIP sollten die Verteidigungskosten der Europäer betragen, da sei man noch weit davon entfernt.

Die USA stehen auch zum internationalen Handel auf einer fairen Basis. Die USA sind nun der zweitwichtigste Handelspartner Österreichs, hat Italien auf Platz 3 verdrängt. D.h. die Geschäftsbeziehungen USA-Österreich seien hervorragend und stetig wachsend.

Rege Fragestellungen der Besucher zeigten die Unzufriedenheit mit der Kommunikationstechnik via Twitter von Präsident Trump auf. Man konnte erkennen, dass diese Informationspolitik oder „Nichtpolitik“ der Umgebung Trumps Kopfzerbrechen bereitet. Die exzellenten Fachleute und Berater würden ihren Beitrag leisten, dass das Schiff auf Kurs bleibe. Es kam auch klar zum Ausdruck, dass Trump bei seinen für uns oft verwirrend scheinenden Äußerungen immer nur seine eigenen Wähler anspricht, diesen fühle er sich verpflichtet, nicht aber den anderen. Man könnte sagen, diese ignoriert er.

Die Verfassung der Vereinigten Staaten bewähre sich gerade in dieser Situation. Sie gebe dem Präsidenten nur beschränkte Macht.  Sogar ein kleiner Richter irgendwo in einem kleinen Staat könne einen Erlass des Präsidenten zu Fall bringen, wie dies schon wiederholt geschehen ist. Und genau das haben die Gründerväter gewollt. Ein Präsident dürfe keine Willkürherrschaft führen, einer solchen stehe die Verfassung wie ein Bollwerk gegenüber.

Unser Mitglied, Rechtsanwältin Cornelia Mazzucco, sucht dringend eine verlässliche Kanzleikraft.

Einschlägige Erfahrung wäre vorteilhaft, ist aber nicht Bedingung einer Anstellung. Nähere Details bitte unter Telefon-Nr. 0662/620 404-12

Ende April, Anfang Mai 2018

10-14 Tage Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur der führenden westlichen Nation zu erleben, ist das Ziel.

Immer wieder wurde die Frage gestellt, ob es denn einmal eine Reise in die USA gäbe. Ich habe nun ernsthaft den Plan, eine solche Reise mit Hilfe der US Botschaft und der österr. Botschaft in Washington und weiteren Kontakten zu organisieren. Es sollen Erfahrungen dabei möglich sein, die man als „normaler Tourist“ nicht erleben kann.

Um die Unterstützung für ein hochkarätiges Programm zu bekommen, benötige ich auch eine gewisse Anzahl an Teilnehmern. Ich stelle mir so um die 15 Personen vor. Nur wenn diese Teilnehmerzahl wirklich gegeben ist, kann ich das Programm forcieren und alle Hebel in Bewegung setzen. Es wäre peinlich, wenn dann nur 5 Personen mit dabei wären. Preislich kann ich noch gar keine Angaben machen. Bei einer Aufenthaltsdauer von mindestens 10 Tagen mit Transporten innerhalb der USA wird das schon einiges kosten. Mangels konkreter Grundlagen wage ich noch keine Schätzung.

Deshalb der Anfrage an Sie:

Haben Sie grundsätzlich ernsthaftes Interesse, an einer derartigen Studienreise teil zu nehmen? Das Bemühen darum macht nur Sinn, wenn konkretes Interesse vorliegt und nicht nur ein vages Wollen öder Möchten.

Bitte um formlose, aber schriftliche Willenskundgebung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

INTO Austria sucht Gastfamilien:

  • für Maddison, Mädchen 17 Jahre, Neuseeland, Muttersprache Engllisch Möchte ab Jänner 2018 für 10 Monate kommen (1 Semester mit Verlängerung) Sehr tierlieb (hat zu Hause 3 Katzen, 1 Hund und 2 Vögel)
  • für Nikau, Junge, 18 Jahre , Wellington Neuseeland, Muttersprache Englisch und Maori Möchte gerne im Jänner 2018 für ein Semester nach Österreich kommen. Seine besondere Eigenschaft: er liebt Musik!

Die Gastfamilien erhalten € 70/Monat, Lokale Koordinatoren unterstützen während der Zeit des Aufenthaltes. Detaillierte Profile der Bewerber liegen auf und können kurzfristig übermittelt werden. Auch die Ansprechpartner bei INTO lassen wir Ihnen gerne zukommen.

Bitte melden Sie sich, wenn Sie Maddison oder Nikau aufnehmen möchten oder jemand kennen, der das gerne möchte. Wir senden dann gerne die uns vorliegenden Unterlagen zu und geben Ihnen den Kontakt zu INTO Austria, die Mitglied der ÖAG Wien sind.

1947 gegründet, blieb die ÖAG den Österreichern vor allem durch die Organisation der „Care-Pakete“- Hilfslieferungen in den Nachkriegsjahren in positiver Erinnerung. Die Care-Pakete waren nach der bewegenden Rede von Außenminister George C. Marshall an der Havard Universität vor über 65 Jahren – in welcher er zu diesem außergewöhnlichen

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